Für ein besseres Bauchgefühl

Für ein besseres Bauchgefühl

Völlegefühl tritt auf, wenn man schwer verdauliche Speisen gegessen hat oder wenn der Darm durch wenig Bewegung und nährstoffarme Kost träge geworden ist. Wenn die Beschwerden länger bestehen, sollte man mögliche klinische Ursachen mit dem Arzt abklären.

Wie kann man unangenehmen Völlegefühl entgegenwirken?

Am besten achtet man bei seiner Ernährung auf leicht verdauliche Kost, die frei ist von Zutaten, die häufig zu Beschwerden führen: Vermeiden Sie Rohkost von Zwiebel, Paprika, Gurke oder Tomate, schwer verdauliche Gemüsesorten wie Kohlgemüse, Kraut oder Hülsenfrüchte, rohe Äpfel und Birnen, frittierte Speisen wie Wiener Schnitzel oder Backhenderl, in Fett herausgebackene Süßspeisen, frisches (ofenwarmes) Brot sowie kohlensäurehältige Getränke. Bevorzugen Sie stattdessen gegartes Gemüse wie Spinat, Kürbis, Fenchel oder Zucchini und bereiten Sie Ihre Speisen grundsätzlich fettarm zu, denn Fett verlängert die Verweildauer der Speisen im Magen. Dafür eignen sich Zubereitungsarten wie Dämpfen, Kochen, Braten in der Teflonpfanne oder Grillen. Auch auf die Menge kommt es an: Achten Sie auf Ihr Sättigungsgefühl und essen Sie keine übergroßen Portionen, die den Magen belasten. Auch Enzyme, können helfen, die Verdauungstätigkeit zu unterstützen und so das Völlegefühl zu vermindern.

Hilfreich bei Magenbeschwerden sind auch die Wirkstoffe der Artischocke. Die Artischocke ist eine distelartige Pflanze, die vor allem in den Mittelmeerländern sehr verbreitet ist und dort eine wichtige Quelle für Carotinoide (z.B. Beta-Carotin) darstellt. Bitterstoffe, wie zum Beispiel Cynarin, die in den äußeren Blättern enthalten sind, werden zur Arzneimittelherstellung verwendet und können Völlegefühl lindern. Zum Verzehr eignen sich allerdings nur der untere fleischige Teil der Schuppenblätter und der Blütenboden. Der Geschmack der Artischocke wird als feinherb bis zartbitter beschrieben. Serviert wird die Artischocke im Ganzen. Sie wird mit den Händen gegessen. Dabei zupft man die Blätter ab und tunkt sie in Vinaigrette. Anschließend zieht man das Fruchtfleisch am unteren Teil mit den Zähnen ab.

Artischocken mit Paprikavinaigrette

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 große Artischocken
  • 1 Zitrone
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/8 l Weißwein
  • 1 Bund Suppengrün
  • Salz, Pfefferkörner

Für die Paprikavinaigrette:

  • 3 EL Olivenöl
  • 3 EL Essig (Sherryessig)
  • 2 EL Wasser
  • 1 Bund gehackter Schnittlauch
  • je ¼ roter, gelber und grüner Paprika, in kleine Würfel geschnitten
  • 2 Schalotten, in kleine Würfel geschnitten
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:
In einem großen Topf Wasser mit Weißwein, Suppengrün, Olivenöl und den Gewürzen zum Kochen bringen. Inzwischen die Zitrone in Scheiben schneiden. Den Stiel und die harten Blätter auf der Unterseite der Artischocke entfernen. Die Blattspitzen mit der Schere um ca. 1 cm kürzen und an der Ober- und Unterseite der Artischocke jeweils 1 Zitronenscheibe mit einem Küchengarn befestigen. Die Artischocken im Sud ca. 30 Minuten kochen. Für die Vinaigrette vermischt man alle Zutaten miteinander. Vor dem Servieren die Artischocken von den Zitronenscheiben ‚befreien’ und mit der Vinaigrette servieren.

Bon appetit!

Übrigens, was die Artischocke noch alles kann, erfährst Du hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.