Wenn Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt

Wenn Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt

Herz- und Kreislauferkrankungen sind in Österreich die Todesursache Nummer Eins. Zu wenig Bewegung und falsche Ernährung sind häufige Ursachen. Dabei kann jeder mit einer Änderung des Lebensstils viel für seine Gesundheit tun.

Besonders fette und einseitige Ernährung, Rauchen, Bewegungsmangel und negativer Stress erhöhen das Risiko an Herz- und Kreislauf zu erkranken. Die ersten Warnsignale sind Übergewicht, hohe Blutfette, erhöhter Blutdruck und erhöhter Blutzucker. Diese Risikofaktoren werden auch unter dem Begriff „Metabolisches Syndrom“ oder „Tödliches Quartett“ zusammengefasst. Durch das Zusammenspiel dieser einzelnen Faktoren vervielfacht sich das Risiko.

Wie kann man seine Herzgesundheit positiv beeinflussen?

1. Risikofaktoren minimieren

  • Übergewicht
    Es ist die Vorstufe zur Zuckerkrankheit und zu Bluthochdruck. Besonders gefährlich ist das sogenannte „Bauchfett“. Der Bauchumfang sollte beim Mann nicht mehr als 102 cm und bei der Frau nicht über 88 cm betragen.
  • Fettstoffwechselstörungen
    Ein hoher Cholesterin- bzw. Triglyceridspiegel kann die Gefäße verengen und so zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Vor allem das schlechte LDL-Cholesterin muss reduziert und das gute HDL-Cholesterin erhöht werden.
  • Bluthochdruck
    Dieser Risikofaktor bleibt oft jahrelang unerkannt, da er keine Schmerzen verursacht. Ein nicht behandelter erhöhter Blutdruck kann die Gefäße schädigen und zu Schlaganfall führen.
  • Zuckerkrankheit
    Ein erhöhter Blutzucker schädigt massiv alle Gefäße. Das Herzinfarktrisiko ist erhöht.

2. Gesunden Lebensstil steigern

  • Gesunde und ausgewogene Ernährung
    Mit einer ausgewogenen Ernährung kann man den ersten Schritt in Richtung Prävention setzen. Schon mit der Reduktion des Bauchumfanges um 1 cm kann das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen um bis zu 5 % reduziert werden. Crash-Diäten bringen keinen Erfolg. Nur mit einer langsamen Umstellung der Ernährungsgewohnheiten in Kombination mit Bewegung hat man langfristigen Erfolg.

    • Der erste Schritt ist die Auswahl fettarmer Lebensmittel wie magere Wurst- und Fleischsorten sowie magere Milch und Milchprodukte. So wird die Zufuhr an tierischen Fetten und Cholesterin reduziert.
    • Die Verwendung der richtigen Fette kann die Gefäße schützen. Vor allem hochwertige pflanzliche Fette wie z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl und Omega–3-Fettsäuren, die in den sogenannten Kaltwasserfischen (Thunfisch, Lachs, Hering) enthalten sind, sollten bevorzugt werden. Dadurch können auch die Blutfette gesenkt und das Blut „dünnflüssig“ gehalten werden. Daher sollte Fisch 2 x pro Woche auf dem Speiseplan stehen. All jene, die sich mit Fisch nicht anfreunden können, können die Omega 3 Fettsäuren auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zuführen.
    • Viel Obst und Gemüse – 5 Portionen pro Tag – halten die Gefäße „jung“. Vitamine und Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe verhindern die Bildung von Radikalen. Wenn man sich an diese Empfehlungen hält, kann das Schlaganfallrisiko um 25% gesenkt werden. Wer auf Grund von besonderen Lebensumständen z.B. Stress, Erkrankungen die Empfehlungen nicht schafft, kann mit Ginseng alle lebenswichtigen Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen.
    • Vollkornprodukte enthalten mehr Ballaststoffe. Diese können die Blutfette senken und den Blutzuckerspiegel konstant halten.
  • Regelmäßige Bewegung
    Durch richtig dosiertes Ausdauertraining wird das Herz-Kreislauf-System trainiert, das Wohlbefinden gesteigert und Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen vorgebeugt. Jeder sollte seine richtige Sportart finden, die er gern ausübt. Gut geeignet sind Radfahren, Nordic Walken, Schwimmen, Laufen oder Schilanglaufen. Die Voraussetzung für ein gezieltes Ausdauertraining ist ein Belastungs-EKG mit Laktat auf dem Laufband oder Fahrradergometer, um den individuellen Trainingspuls zu ermitteln. Wer ein Leben lang sportlich aktiv war, hat ein um 60 % niedrigeres Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen als inaktive Menschen.

Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung halten Herz und Kreislauf fit und sind eine gute Strategie gesund alt zu werden.

Helga Klein, Diaetologin

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